Bericht über die Sommersportwoche in Velden am Wörthersee
(So., 22. Juni bis Sa., 28. Juni 1997)


zurück zu Reiseberichte, Homepage

Anreise
Unterkunft
1. Tag
2. Tag
3. Tag
4. Tag
5. Tag
Heimreise
Abschließende Worte

Anreise: (So., 22. Juni 1997)

Wie immer (gute Stimmung mit Musik (Discman), Kartenspielen, Geschichten,..). Nachteilig war der Stress beim Einsteigen und bei der Platzsuche, was aber bei 106 Personen nicht zu verhindern ist. Im Zug erfolgte dann die Zimmereinteilung.
Die Fahrt dauerte etwa viereinhalb Stunden und war im Großen und Ganzen okay. Zu Beginn gab es einen kleinen Zwischenfall, da einem das Essen hochkam. Er konnte sich aber noch rechtzeitig aus dem Fenster "hängen". Diese Aktion verursachte natürlich ein großes Gelächter bei den meisten von uns Mitreisenden.

nach oben

Unterkunft:

Wir waren in einem 4-Sterne-Hotel untergebracht. Es war das erste Mal dass ich in einem solchen Hotel wohnte. Das Essen war ausgezeichnet, die Zimmer eher klein, dafür stand in jedem ein kleiner Fernseher mit Teletext und 8 belegten Kanälen. Die maximale Lautstärke war jedoch nicht sehr laut. In jedem Zimmer befand sich natürlich auch ein besonders gut gepflegtes Badezimmer. Außerdem besitzt jedes Zimmer einen Balkon. Wir hatten leider keine allzu günstige Lage erwischt. Man sah zwar ein bischen den Wörthersee, aber den größten Teil der Aussicht nahm uns der Wald weg.

nach oben

1.Tag: (Mo., 23. Juni 1997)

Die erste Nacht habe ich überraschend gut hinter mich gebracht. Meistens kann ich die erste Nacht, wenn ich irgendwo auf Urlaub bin überhaupt nicht schlafen, hier war das keineswegs der Fall. Ich schlief so gut wie schon lange nicht mehr. Zum Glück hatte keiner von meinen Zimmerkollegen die schlechte Angewohnheit im Schlaf zu schnarchen.
Das Frühstück fand wie auch an den übrigen Tagen um 8 Uhr statt. Es gab für jeden (nur) eine Semmel, wenn man mehr essen wollte, musste man sich mit Schwarzbrot zufrieden geben.
Um 9 Uhr begann der Segelkurs, für den ich mich entschieden hatte. Zu Beginn gab es etwa eine Stunde eine etwas trockene Einführung. Unser Segellehrer zeigte uns wie man ein Segel "setzte", was man dabei alles beachten muß und wie man schließlich das Segel wieder "bergt". Danach durfte wir zum ersten Mal ein Segelboot betreten. Ich hätte es mir viel schwieriger vorgestellt, aber zum Glück hatten wir nur einen leichten Wind. Wir hatten täglich 5 Stunden den Segelkurs, der Rest war im Großen und Ganzen Freizeit.
Nach dem Mittagessen in einer Pizzeria sah ich mich ein bischen in Velden um, suchte einen Supermarkt für Obst, Süßigkeiten und was man eben sonst so benötigt. Auf dem Nachhauseweg besorgte ich mir einige Ansichtskarten, und schrieb noch am selben Tag einige nach Hause. Am Nachmittag (14 Uhr) ging dann der Segelkurs weiter.
Um 17.30 Uhr folgte dann das Abendessen und danach spielten wir (meine zwei Zimmerkollegen und ich) DKT.

nach oben

2.Tag: (Di., 24. Juni 1997)

Frühstück wie am Vortag, danach wieder zweieinhalb Stunden im Segelboot. Am Vormittag hatten wir so gut wie keinen Wind, was das Segeln eher langweilig machte, da man sich kaum vom Fleck rührte, und so nutzte ich die Gelegenheit, einmal so richtig das Wasser zu genießen. Es war eigentlich ganz angenehm, zu Beginn etwas kälter, aber wenn man einmal im Wasser ist, ist es ganz okay.
Wir waren übrigens nicht die einzigen Segelanfänger auf See. An den Vormittagen gesellte sich eine zweite, überwiegende Mädchengruppe aus der Steiermark, zu uns auf den See. Wir waren übrigens zu viert in einem Boot.
Zu Mittag stand eine sogenannte "Bananenfahrt" am Programm, was auch sehr lustig war.
Am Nachmittag herrschte dann leider ein extrem starker Wind, es war zwar kein Sturm, aber das Segeln fiel trotzdem buchstäblich ins Wasser, und so kam es, dass uns unser Segellehrer in die Kunst des Knotenbindens einführte. Danach versuchte er uns einige Grundkenntnisse des Segelns beizubringen, aber für mich klang das was er erzählte wie eine Fremdsprache, da er fast ausschließlich irgendwelche Seefahrtsbezeichnungen verwendete, aber zum Glück gab es ein dünnes Heftchen, wo alles klar verständlich beschrieben war.
Nach dem Abendessen spielten wir wieder DKT, aber diesmal zu fünft. Wir spielten etwa 4 bis 5 Stunden bis tief in die Nacht.

nach oben

3.Tag: (Mi., 25. Juni 1997)

Der Vormittag verlief, wie am Vortag, wir hatten aber etwas mehr Wind.
Zum Mittagessen suchten wir uns eine Pizzeria in Velden. Am Nachmittag herrschte angenehmer Wind zum Segeln. Dadurch war das Segeln auch viel angenehmer, da man nicht immer irgendwo im Wasser herumstand, sondern mit einer angenehm schnelleren Geschwindigkeit durch die Gegend "brauste".
Am Abend spielten wir zur Abwechslung Karten (Rummy, Poker, ...)

nach oben

4.Tag: (Do., 26. Juni 1997)

Der Tagesablauf war wie bisher, mit der Ausnahme, daß es heute kein Abendessen gab, dafür aber ein Mittagessen. Der Grund dafür war, dass heute ein Volleyball-Klassen-Turnier um 18 Uhr stattfand. Da ich täglich fünf Stunden am Segelboot verbrachte, und ich deshalb kaum Zeit zum Einkaufen hatte, nützte ich diesen Tag dafür. Außerdem besorgte ich mir die restlichen Postkarten, die ich noch am selben Tag schrieb und abschickte. Insgesamt verschickte ich sieben Karten.
Heute stand auch die schriftliche Prüfung zum Segelgrundschein am Programm, was aber kein Problem war, da wir die Fragen im "Teamwork" beantworteten, außerdem verwendeten wir unauffällig das "Segelheftchen". Obwohl unser Segellehrer uns oft dabei "erwischte" sagte er kein Wort, ganz im Gegenteil, bei einigen Fragen half er uns sogar ein wenig.
Am Abend sahen wir uns ein wenig im Ort um. Es gab zwar eine Diskothek, aber, da ich mir aus solchen Lokalen nichts mache, blieb es dabei, dass ich das Gebäude nur von außen sahen. Wir waren etwa bis 23 Uhr unterwegs.

nach oben

5.Tag: (Fr., 27. Juni 1997)

Heute regnete es ein wenig, was uns aber nicht vom Segeln abhalten konnte, wir waren allerdings nur 3 Boote (von 10) denen der Regen nichts ausmachte. Mit der Zeit hörte der Regen auf, doch der Wind wurde immer stärker und so kam es, dass wir einige waghalsige Manöver starteten, wir hatten jedenfalls eine Menge Spaß dabei.
Am Nachmittag bekamen wir dann den Segelgrundschein, den, wie erwartet, jeder von uns schaffte. Danach starteten wir eine Wettfahrt, wobei wir als fünfte (von sechs) ins Ziel kamen.
Nach der Wettfahrt ging ich noch im Supermarkt einkaufen, denn schließlich war heute der letzte Tag der Sportwoche (leider!!) und für die Heimreise brauchte ich natürlich noch etwas Proviant. Außerdem kaufte ich mir noch ein paar Andenken (unter anderem eine kleine Diddl-Maus im Rettungsring. Sie passt irgendwie zu diesem Kurzurlaub, da ich ja die meiste Zeit am Wasser bzw. im Segelboot verbrachte.)
Am Abend ging ich dann mit einem meiner Zimmerkollegen ins Kasino. Für mich war's das erste Mal. Wenn ich schon einmal die Gelegenheit habe das Kasino in Velden zu besuchen, dann nutze ich diese auch, dachte ich mir! Der erste Eindruck war gar nicht so schlecht, obwohl ich mit meiner "Strategie" kein Glück hatte und etwa 300 ÖS (ca. 22 Euro) verspielte. Am Nachhauseweg begegnete ich noch einige meiner Schulkollegen in einer Bar. Hier trank ich mein zweites Bier auf der Sportwoche. Ich weiß, dass das nicht viel ist, aber ich mache mir nicht viel aus Alkohol!

nach oben

Heimreise: (Sa., 28. Juni 1997)

Nach dem Frühstück (wie immer um 8 Uhr) ging es mit dem Taxi Richtung Bahnhof, wo wir etwa eine halbe Stunde auf den Zug warteten. Diesmal gab es keine allzu große Hektik beim Einsteigen und bei der Kabinensuche.
Während der Fahrt spielten wir "Paschen". Wir hatten natürlich wieder eine Menge Spaß dabei.
Wie auch schon bei der Hinfahrt wurden wir in Salzburg, da wir in den letzten beiden Waggons saßen, einfach an den Regionalzug Salzburg-Linz- Wien angehängt, wir ersparten uns also das lästige Umsteigen.
Als wir in Linz ankamen versuchte ich zu Hause anzurufen, doch leider konnte ich niemanden erreichen und so kam es, dass mich die Mutter eines Schulkollegen nach Hause fuhr, wofür ich ihr natürlich sehr dankbar bin!
Das erste was ich daheim tat, war mich ins Bett zu legen und eine Runde mit meinem Teddy zu kuscheln, danach las ich meine Post (waren ja nur zwei Briefe) und ließ mir ein heißes Bad ein und verbrachte etwa eine halbe Stunde dort.

nach oben

Abschließende Worte:

Zusammenfassend kann ich sagen, daß diese Woche wieder sehr schön und abwechslungsreich war, und ich froh bin, dass meine Eltern mir diese relativ teure Reise erlaubt und sie finanziell unterstützt haben.
Ich lernte zwei völlig neue Dinge kennen: erstens das Segeln, was mir unendlich viel Spaß machte, und bestimmt auch allen anderen, und zweitens das Kasino von innen.
Außerdem möchte ich noch die überaus nette Bedienung im Hotel erwähnen. Das Wetter war, einmal abgesehen von einem "kleinen" Regen auch okay.
Eine Ferienbekanntschaft machte ich, wie sollte es bei meiner so großen Schüchternheit auch anders sein, nicht!

Tja, das war sie also, die Sommersportwochen der vierten Klasse der HTBLA Leonding 1996/97.

nach oben

zurück zu Reiseberichte, Homepage

Autor: Buchgeher Stefan
Erstellt: 28. September 2003
Letzte Änderung: 30. März 2004