Bericht über die Maturareise in Ios (Griechenland)
(Mo., 8. Juni bis Mo., 22. Juni 1998)


zurück zu Reiseberichte, Homepage

Anreise 1. Tag (Fortsetzung) 5. Tag 9. Tag 13. Tag
Unterkunft (die Erste) 2. Tag 6. Tag 10. Tag Abreise
1. Tag 3. Tag 7. Tag 11. Tag Abschließende Worte
Unterkunft (die Zweite) 4. Tag 8. Tag 12. Tag

Anreise: (Mo., 8. Juni 1998)

Um 16:25 Uhr (MEZ) flogen wir (alle, bis auf 4 unserer Klasse) mit dem Flugzeug (Austrian Airlines) auf die Inselgruppe Santorin.
Mein Vater fuhr mich wie immer zum Flughafen nach Hörsching.
Im Duty-free-Shop kaufte ich mir, im Gegensatz zu den meisten anderen, die sich mit Alkohol und einer Stange Zigaretten versorgten, nichts. Wozu auch, ich rauche nicht, und aus Alkohol mache ich mir ja auch nicht sehr viel, und auf diverse Süßigkeiten oder was es da sonst so gibt hatte ich auch keine Lust.
Danach erfolgte die "lästige" Passkontrolle, aber das gehört ja schließlich auch dazu, es kann ja schließlich nicht jeder x-beliebige einfach so ausreisen!
Der Flug an sich war ganz angenehm. Für mich war’s jedenfalls der erste Flug, abgesehen von einem kleinen Österreichrundflug, aber der ist jetzt auch schon eine halbe Ewigkeit her. Der Start, und auch die Landung, waren etwas ganz besonderes, etwas ruckartig, ein "ungutes" Gefühl jedenfalls, ich weiß auch nicht wie ich das beschreiben soll, aber jeder der schon einmal geflogen ist, der kennt dieses Gefühl, oder? Aber mein Sitznachbar Phil (Philipp Höfer) hatte mich da eh schon vorgewarnt, und mir einiges übers fliegen erzählt, da sein Dad ziemlich oft mit dem Flugzeug unterwegs ist.
Ich weiß ja nicht ob das üblich ist, aber als wir die Reisehöhe (etwa 9-10 km Höhe) erreicht hatten bekam jeder je nach Wunsch entweder einen Becher Sekt pur oder mit Orangensaft (Cappy) aufgespritzt, ich entschied mich jedenfalls für den Puren. Das Essen war auch sehr gut, obwohl es nicht besonders viel war, aber es reichte, zumindest für den Flug.
Wir flogen etwa 2 ½ Stunden und kamen so gegen 19 Uhr MEZ an, also um 20 Uhr nach "griechischer Zeit". Die Landung war auch etwas holprig, aber der Flug an sich, wie ich schon sagte, ganz angenehm. Der Pilot hatte, soweit ich es bemerkte keine größeren Probleme mit der Maschine. Die Stewardessen waren auch ganz nett und weißten uns über die nötigen Sicherheitsvorkehrungen ein.
Nachdem uns der Bus vom Flugzeug zur Gepäckshalle brachte und wir erneut durch die Passkontrolle mussten, warteten wir auf unser Gepäck und anschließend etwa eine ¾ Stunde auf den Bus, der uns zum Hotel bringen sollte.

nach oben

Unterkunft: (die Erste)

Eigentlich sollte uns ja eine Fähre zur Insel Ios bringen, aber aus irgendeinem Grund blieben wir hier in Santorin. Und zogen für diese eine Nacht in das Hotel Makarios.
Der erste Eindruck von Griechenland war gar nicht so schlecht. Auffällig sind die Häuser hier in Griechenland. Sie haben keine Dächer, so wie wir sie kennen. In Griechenland sind sie flach, nicht spitz wie bei uns in Österreich bzw. in Deutschland. Die Zimmer sind alle ganz okay, jeweils zwei Betten pro Zimmer und mit Dusche und WC. In diesem Hotel haben sie sogar ein "Energiespareinrichtung", denn auf dem Schlüsselbund befindet sich auch eine Karte. Diese Karte benötigt man auch um das Licht einschalten zu können. Und jedes Mal wenn jemand aus dem Zimmer bzw. fort ging musste man diese Karte wieder mitnehmen, da man ja sonst nicht mehr ins Zimmer konnte. Sobald man die Karte vom "Lichtschalter" zog ging auch das Licht wieder aus und man saß im Dunkeln. Das Hotel hatte auch einen Swimmingpool. Das Gebäude als ganzes sieht eigentlich ziemlich gut aus mit den Palmen und so. Soviel ich weiß handelte es hier um ein 2-Sterne-Hotel, aber das ist ja eh nicht so wichtig, zumindest nicht für mich, Hauptsache ich erhole mich hier!

nach oben

1. Tag: (Di., 9. Juni 1998)

Die erste Nacht in Griechenland war ganz okay. Ich schlief jedenfalls ganz gut. So gegen 7 Uhr gab’s dann das erste "griechische Frühstück", obwohl griechisch war das auf gar keinen Fall: wir hatten die Wahl zwischen Kaffee, Tee, Orangensaft (Cappy) und Wurst, Käse oder Marmelade dazu natürlich Brot.
Nach dem Frühstück fuhren wir mit dem Bus zu Hafen von Santorin, die Reiseleiterin(nen) gab(en) uns noch diverse Anweisungen, allgemeines über Griechenland oder wovor wir uns hüten sollen, etc. Mit einer Fähre gelangten wir dann doch noch, schlussendlich nach Ios. Die Fahrt auf dieser dauerte etwa 80 Minuten und war sehr angenehm, das Wetter vielleicht etwas zu bewölkt, man konnte jedenfalls nicht sehr viel von der Landschaft, bzw. den Inseln erkennen. Und wieder brachte uns ein Bus ein Stückchen weiter, diesmal zu unserem endgültigen Hotel: Mare Monte.

nach oben

Unterkunft: (die Zweite)

Unser "neues" Hotel war nicht so komfortabel wie Makarios (unser "erstes" Hotel). Das Gebäude war schlichter und einfacher, einen Swimmingpool gab’s hier auch nicht. Dafür lag es aber direkt am Meer, wir brauchten nur ein paar Schritte zu gehen um an den Strand zu gelangen. Auch dieses Zimmer hatte eine Dusche und ein WC, aber bemerkenswert ist, dass es, sowohl im Hotel Makarios, als auch in diesem keine Duschkabinen gab, nur eine einfache Duschwanne. Einen kleinen Balkon mit einem Tisch und ein paar Stühlen gab’s auch. Das Zimmer bestand aus einem Doppelbett, zwei Nachtkästchen, einem kleinen Tisch, dazu zwei Holzstühle und einen Kasten. Dieser Kasten unterscheidet sich auch deutlich zu den unsrigen in Österreich bzw. in Deutschland. Denn er besteht nicht rundherum aus Holz, sondern man sah direkt das Mauerwerk, wenn man die Türen öffnete, er hatte also keine Rückenwand, und eine Seitenwand fehlte ebenfalls, es war so ‘ne Art Einbaukasten. Diese "Kastenbauweise" ist in Griechenland wohl so üblich, denn im "ersten" Hotel war’s nicht anders! Ein Spiegel befand sich, neben dem im Extraraum (Dusche, WC u. Waschbecken), ebenfalls noch im Zimmer, dazu noch jede Menge Lichtschalter und Steckdosen.
Der Raum war meiner Ansicht nach etwas klein, was sich etwas unangenehm auswirkte, da ja auch noch ein drittes Bett (Klappbett) hinzukam, da wir ja zu dritt (Phil, Josi und ich) hier im Zimmer waren. Wir hatten übrigens die Zimmernummer 106, im anderen Hotel die Nummer 108. So, mehr gibt’s eigentlich zum Hotel nicht zu sagen. Ich war jedenfalls im Großen und Ganzen damit sehr zufrieden!

nach oben

1. Tag: (Fortsetzung)

Nachdem wir die Zimmer bezogen hatten, warteten wir im überdachten Gastgarten auf unsere Reiseleiterin. Doch die hatte wohl etwas Besseres vor, also ging ich und auch die meisten anderen zum Strand und ins Meer. Das Wasser hatte eine angenehme Farbe, es war also nicht verschmutzt und die Wassertemperatur war auch angenehm, vielleicht eine Spur zu kalt, aber wenn man einmal im Wasser ist, dann ist es ganz angenehm, wenn man sich mal dazu überwunden hat, dann geht man ganz gerne ins Wasser, so war’s jedenfalls bei mir. Zwischendurch lag ich mich zu den anderen auf den Strand und ließ mich von der Sonne trocknen, sobald ich wieder trocken war ging ich wieder ins Wasser, damit ich mir keinen Sonnenbrand hole. Ich hatte mich zwar mit einer Sonnenmilch mit dem Sonnenschutzfaktor 20 "eingeschmiert", aber so recht verlassen kann man sich ja auch nicht auf diesen, und meine Haut ist eh ziemlich empfindlich!
Nach dem ersten Meeresbesuch ging ich wieder in den schattigen Gastgarten, wo einige Karten spielten. Wir spielten dann Canasta, nach einer kurzen, umfangreichen Erklärung ging’s los.
Am Abend, so gegen 19 Uhr kam dann die Reiseleiterin und gab uns noch ein paar Tipps fürs Nachtleben hier in Ios, wo man am besten fortgeht, welchen Alkohol man am besten nicht zu sich nimmt, usw. Bis jetzt hab’ ich hier noch leinen Schluck Alk zu mir genommen, ich mache mir ja nicht viel daraus
So gegen halb 9 Uhr abends gingen wir dann zu sechst (Kasi, Kaini, Phil, Mayr, Fritz und ich) in die Stadt und sahen uns ein wenig um. Essen gingen wir auch, das erste richtige Essen hier in Griechenland. Zum "Einstieg" probierte ich aber etwas altbekanntes, nämlich eine Pizza, die erstaunlicher weise ziemlich billig war, 1300 Drachmen (also so ca. 50-60 ATS). So ca. um 23 Uhr kamen wir dann nach Hause. Nach einer kurzen dusche spielten wir dann noch Paschen (Würfelspiel).

Wetter: angenehm warm, nicht zu heiß

nach oben

2. Tag: (Mi., 10. Juni 1998)

Die Nacht war, bis auf ein paar lästige Gelsen sehr angenehm, ich schlief jedenfalls bis halb 10. Zum Frühstück gab’s Kaffee, Orangensaft, ein ziemlich gutes griechisches Brot, Butter und Marmelade. Im Gegensatz zum Vortag gab’s hier keine Selbstbedienung, die Hausherrin brachte das morgendliche Mahl, und es schmeckte ganz gut.
Danach pokerten wir im Garten. Das Frühstück gab’s übrigens auch hier im Gastgarten.
Heute war’s etwas windig und kühl, nicht so warm wie gestern, deshalb ging ich diesmal auch nicht ins Meer baden. Stattdessen spielten wir zu fünft (Phil, Fritz, Kasi, Kaini und ich) DKT, aber ich hatte dabei kein Glück und beendete als erster das Spiel.
Am Abend probierten wir das Restaurant "Aphrodite" nebenan. Diesmal aß ich etwas Griechisches und zwar einen Kalbsspieß ("souvlaki"), aber so recht war ich damit nicht zufrieden. Die Paprika zwischen den Fleischstücken war auch ziemlich bitter. Es war jedenfalls nicht mein Ding! Danach sahen wir uns im Zentrum (am Berg) um. Zum größten Teil bestand sie aus Bars und Lokalen. Bei einigen standen jeweils zwei Griechen und/oder Griechinnen am Weg und machten Werbung für ihr Lokal: wie schön, gut und billig es denn in ihrem sei. Mit der Zeit ging das schon ziemlich auf die Nerven. Schlussendlich haben wir uns dann doch für ein Lokal entschieden und hier trank ich auch mein erstes Glas Alkohol. Einige Souvenirläden und Kaufhäuser entgegneten uns auch. Bemerkenswert ist hier, dass die Einkaufshäuser und Märkte bis spät in die Nacht geöffnet haben. Das liegt wohl daran, dass es sich hier um einen Tourismusort handelt.
So gegen 23 Uhr gingen wir dann wieder zu unserem Hotel. In der Nacht sieht’s hier ziemlich schön aus, die Buchten und Küsten, alles schön beleuchtet.
Zuhause, im Hotel angekommen, saßen noch einige im Gastgarten und quatschten, und ich gesellte mich dazu. So gegen Mitternacht ging ich dann zu Bett

Wetter: windig und etwas kühl

nach oben

3. Tag: (Do., 11. Juni 1998)

Die Nacht war der reinste Horror. Gelse hin, Gelse her, aber dann schlief ich doch noch ein.
So gegen halb 10 Uhr stand ich dann auf und frühstückte dasselbe wie gestern.
Um halb 12 Uhr fuhren wir dann mit dem Bus etwa eine Stunde zu einem anderen Strand (Manganari). Hier blieben wir (Kasi, Kaini, Mayr, Fritz und ich) bis 18 Uhr. Dieser Strand war um einiges schöner als der vor unserem Hotel, der Strand viel feiner, bessere Aussicht, einfach toll. Doch leider passierte auch ein kleiner Unfall, denn Fritz stieg unabsichtlich auf einen Seeigel. Angenehm war’s für ihn sicher nicht, aber zum Glück waren ja Strandaufseher anwesend und die zogen ihm die Stacheln wieder heraus und gaben ihm eine Salbe. Er musste dann eine Zeit lang sein Bein ruhig halten. Sonst ist hier nichts Besonderes passiert, nur, dass ich mir an den Schultern einen Sonnenbrand geholt habe, aber ansonsten haben wir uns so richtig auf die faule Haut gelegt. Um 18 Uhr ging’s dann mit demselben Bus wieder nach Hause. Der Bus kostete insgesamt 1700 Drachmen, (so etwa 70 ATS), find ich angemessen, wenn man bedenkt, dass man pro Fahrt etwa eine ganze Stunde unterwegs ist.
Als Abendessen gönnte ich mir heute einen griechischen Salat, der etwas scharf, aber sonst ganz okay war, bis auf die Oliven und den Käse, den ich daher nur zur Hälfte aß.
Nachts gingen wir dann (fast die ganze (Ex)Klasse) in die so genannte "Österreicher Bar" wo ich, und auch die meisten anderen, mir das WM-Match Österreich gegen Kamerun ansah. (Das erste Spiel der Österreicher bei dieser WM). Dazu trank jeder, außer mir, jede Menge Alkohol. Das Spiel endete übrigens, zur Erinnerung, unentschieden, 1 : 1. Nach dem Spiel ging ich dann allein, während die anderen noch "weitersauften", zumindest die meisten, nach Hause, duschte mich und schrieb meinem Schatz noch einen Brief. Sie fehlt mir so sehr, ich wäre sehr, sehr gerne mit ihr hier, aber das geht ja nun mal nicht!

Wetter: ein bisschen zu warm!

nach oben

4. Tag: (Fr., 12. Juni 1998)

Diese Nacht war noch viel, viel schlimmer als die gestrige und deshalb beschloss ich etwas dagegen zu tun. Nach dem Frühstück ging ich in den "Mini Market" (gleich nebenan) und kaufte mir einen Gelsenstecker + dazugehörige Einsätze (zusammen 1300 Drachmen) und seitdem ist Schluss mit den lästigen Viechern!
Am Nachmittag lag ich etwa bis 17 Uhr am Strand und ließ mich von der Sonne trocknen, nachdem ich vom baden im Meer zurückkam. Ab und zu las ich auch ein Kapitel aus dem Buch "Der Regenmacher" von John Grisham. Sonst ist am Nachmittag nichts Besonderes passiert.
Als Restaurant für das heutige Abendessen wählten wir das "Susana", wo ich ein Susana spezial probierte. Das ist ein Topf mit Spaghetti, aber statt der herkömmlichen Soße gab’s da eine Käseschicht mit Schinken und Champignons. Das ganze schmeckte ziemlich gut, mir zumindest. Diesmal war die ganze Klasse in diesem Lokal vertreten, aber die letzten kamen erst ziemlich spät dazu, als die meisten von uns mit dem Essen schon fertig waren. Danach, so nach 22 Uhr ging ich dann, zusammen mit Kasi, nach Hause.

Wetter: etwas zu heiß

nach oben

5. Tag: (Sa., 13. Juni 1998)

Diesmal schlief ich ausgezeichnet bis etwa 10 vor 10. Der Gelsenstecker funktionierte also einwandfrei!
Nach dem Frühstück ging’s heute wieder mit dem Bus zum Manganari-Strand. Das Wasser war wieder echt toll, ebenso der Strand und Leute waren auch nicht sehr viele. Wir hatten also jede Menge Platz, sogar für eine (kleine) Sandburg, die ich direkt neben dem Wasser baute. Sie war nicht besonders groß, dafür aber sehr einfach und natürlich hatte sie auch eine kleine Flagge. Mit der Zeit wurde sie aber wieder vom Meereswasser weggeschwemmt. Einen Graben um die Burg grub ich auch noch.
Ansonst war ich entweder im Wasser, sonnte mich, oder las an meinem Buch, und einen echt starken Sonnenbrand an den Füßen und Schultern holte ich mir diesmal auch wieder. Mit dem Bus ging’s dann wieder heimwärts. Während der Fahrt machten wir einen kurzen Halt bei einer etwas größeren Kapelle, die aber ganz gut aussah. So ‘ne Art Friedhof, oder was das sonst sein sollte war da auch noch dabei.
Als Restaurant für Abendessen wählten wir, wie schon am Vortag auch, das "Susana". Diesmal bestellte ich mir wieder eine Pizza (Margarita). So gegen 22 Uhr gingen wir dann nach Hause.
Für unseren Klassenpapa (Wilfried Nagl) schrieben wir noch eine Karte, besser gesagt wir ließen der Urlaubsgruß in Griechisch übersetzen, da er ja eh über Griechischkenntnisse verfügt und sehr gut Griechisch spricht. Dazu noch die Autogramme all jener die auf diese Maturareise mitfuhren. Ein paar besonders wichtige mussten natürlich noch ihre eigenen Sprüche auf die Karte schreiben!

Wetter: heiß und windig

nach oben

6. Tag: (So., 14. Juni 1998)

Die Nacht war, obwohl ich ja einen Sonnenbrand hatte, ganz okay, ich schlief jedenfalls ganz gut.
Heute blieb ich mal im Hotel und erholte mich vom Sonnenbrand den ich mir ja gestern geholt habe. Müde war ich auch noch, ich hab zwar keine Ahnung wovon, deshalb legte ich mich nach dem Frühstück wieder ins Bett und schlief bzw. döste noch bis Mittag.
Am Nachmittag las ich dann eine Studie über kulturelle Verhaltensgewohnheiten speziell im Geschäftsverkehr von Siemens Nixdorf mit fremden Kulturen (China, Japan, Iran, Saudi-Arabien, Ägypten, ...). Dabei erfuhr ich auch, dass Griechen, wenn sie sich unterhalten schreien, und wenn sie streiten, dann flüstern sie.
Einige Ansichtskarten schrieb ich heute auch, aber immer den gleichen Standardtext, weil mir nichts Besseres einfiel. Aber als Besonderheit in Griechisch, zumindest den "Satz Schöne Urlaubsgrüße aus dem sonnigen Ios." Passt ganz gut, finde ich, ist mal etwas anderes, nicht immer dasselbe Gekritzel.

Am meisten aber fehlt mir meine Maus, ich vermisse sie so sehr. So lange (genau eine Woche) waren wir noch nie getrennt. Wir sehen uns ja zumindest jedes Wochenende, wenn nicht öfter. Aber jetzt, jetzt vermisse ich sie so schrecklich. Es ist so leer ohne sie. Wir telefonieren zwar jeden Tag miteinander, aber das ist eben nicht dasselbe, es ist zwar ein kleiner Trost für mich wenn ich ihre Stimme höre, aber nicht viel mehr!

Für ein Abendessen hatte ich heute auch keine Last, dafür aß ich, so am späten Nachmittag so ‘ne Art Baguette mit Schinken, Käse, Salat und Eier, was auch ziemlich gut schmeckte.

Ein Teil der Klasse reiste heute schon ab, jene die nur eine Woche hier blieben.

Wetter: warm, wie immer

nach oben

7. Tag: (Mo., 15. Juni 1998)

Außer im Bett liegen, Musik hören, lesen und ab und zu etwas einkaufen tat ich heute nichts, naja, und natürlich, wie immer, noch mit meinem Liebling telefonieren. Sie fehlt mir so schrecklich.
Fürs Abendessen hatte ich heute auch keine Lust.

Wetter: heiß und etwas windig, zumindest am Vormittag

nach oben

8. Tag: (Di., 16. Juni 1998)

Heute Nacht kam eine neue, reine Mädchenklasse ins Hotel. Das erwähnenswerte ist aber der Lärm den sie dabei machten. Mich weckten sie jedenfalls und es dauerte wieder eine gewisse Zeit bis ich wieder einschlief.
Der Vormittag verlief wie gewöhnlich: schlafen bis etwa kurz vor 10, Frühstück - als ich und zwei meiner Ex-Schulkollegen frühstückte, bezog neuerlich eine Maturaklasse das Hotel - danach schlief ich noch eine Runde bis etwa Mittag. Anschließend legte ich mich für etwa 3 Stunden an den Strand und diesmal holte ich mir keinen Sonnenbrand, obwohl ich mich fast ausschließlich sonnte. Zuhause im Hotel langweilte ich mich dann, da ich auch mein Buch zu ende las und ich daher nichts mehr zu tun hatte, bzw. keine Lust auf etwas hatte.
Nachdem dann Josi nach Hause kam und er sich vom Strand erholt hatte spielten wir zu dritt (Josi, Phil und ich) DKT, wobei sich aber schon nach wenigen Runden der zukünftige Sieger herauskristallisierte.
Danach gingen wir zu unserem "Stammlokal" (Susana) essen.

Wetter: heiß und etwas windig

nach oben

9. Tag: (Mi., 17. Juni 1998)

Nach dem Frühstück machte ich gemeinsam mit Dattl (Nenning Jürgen) einen kleinen Einkaufsbummel auf einem gemieteten Motorrad. Eine letzte Runde bevor er es wieder zurückgeben musste. Man kann sich für 24 Stunden ein solches Gefährt mieten. Voraussetzung ist natürlich ein gültiger Führerschein und ein Vertrag muss natürlich auch noch unterzeichnet werden. Das ganze kostet dann so ungefähr 4000 bis 5000 Drachmen, dafür kann man aber nun die ganze Insel abfahren und ist nicht auf diverse Busse oder Taxis angewiesen.
Zuerst fuhren wir ins Zentrum, den Berg hinauf, wo ich aber nichts Passendes fand. Herunten am Hafen fand ich dann aber doch noch das passende: ein neues Buch: "Dolores" von Stephen King und ein Ketterlanhänger für meinen Liebling (herzförmig natürlich).
Gegen Mittag las ich dann etwa 2 Stunden, wobei ich aber hauptsächlich auf einen Anruf von meinem Schatz wartete. Um viertel nach 3 gab ich dann schließlich auf und ging enttäuscht und traurig ins Zimmer zurück und schlief. Ich musste aber die ganze zeit an meine Maus denken, und was denn der Grund dafür war, warum sie mich nicht angerufen hatte.

Je länger ich hier bin desto mehr fehlt sie mir, ich weiß nicht wie ich das beschreiben soll, mir fallen dazu keine passenden Worte ein. Ich vermisse sie so schrecklich. Ich sehne mich so sehr nach ihr, so lange waren wir noch nie getrennt. Immer wenn ich alleine bin, oder nichts zu tun habe, dann muss ich ständig an sie denken, was sie denn gerade so macht und wie es ihr denn so geht. Sie fehlt mir so sehr. Es wäre doch viel, viel schöner wenn ich mit ihr hier sein könnte, den ganzen Tag am Strand liegen und kuscheln und schmusen. Ich vermisse sie so schrecklich, ich liebe sie nun mal von ganzem Herzen!

Nach dem WM-Spiel Österreich gegen Chile (endete übrigens, wie schon das erste Spiel der Österreicher gegen Kamerun 1 : 1, diesmal schoss nicht Polster, sondern Vastic das Tor für die "Ösis") rief ich dann meinen Schatz an und sie erzählte mir, dass sie mich heute ganzen Tag nicht erreichen konnte. Wann immer sie es versuchte war besetzt. Zwischen halb 1 und halb 2 versuchte sie es alle 10 Minuten aber sie hörte immer nur das Besetztzeichen, und danach probierte sie es jede Stunde, aber außer der Besetzt-Tonfolge war für sie nichts zu hören.

Wetter: wie immer (sonnig und etwas windig)

nach oben

10. Tag: (Do., 18. Juni 1998)

Die heutige Nacht war wieder eine, wo ich überhaupt nicht schlafen konnte. Erst so gegen 6 Uhr in der Früh gelang es mir dann endlich. Ich schlief dafür bis dreiviertel 1, verpasste also das Frühstück. Der Grund weshalb ich nicht schlafen konnte lag zuerst an Phil, der bis etwa 3 Uhr nachts las. Und das Licht das er dazu benötigte verhinderte dass ich einschlief. Danach kam Josi mit einem Mädchen (Andrea, aus Wien). Am Balkon schmusten und quatschten sie dann die ganze Zeit. Es störte mich ja nicht, dass Josi ein Mädchen hatte, warum denn auch, warum sollte er auch darauf verzichten? Ich musste aber immer an meinen Schatz denken, und das tat so schrecklich weh, weil sie eben so weit von mir weg war. Das war irgendwie dasselbe als Bernd mit seiner Sonja bei uns Zuhause übernachtete. Wenn sie nicht quatschten sondern nur schmusten, oder was sie sonst so taten, das ging ja noch, aber sobald sie dann zu quatschen anfingen dann musste ich immer an Manuela (bei Bernd und Sonja) denken. Und diesmal war es genauso, nur, dass ich eben die ganze Zeit an meine liebe Maus Birgit denken musste. Das tut so schrecklich weh im Herzen, weil sie so weit weg ist, es ist so schrecklich, mir kamen schon fast die Tränen. Es tut so schrecklich weh im Bauch und im Herzen. Danach (so gegen 6 Uhr) gingen sie dann zum Strand und ich konnte endlich einschlafen.
Heute bekam ich auch den heißersehnten Brief mit den Fotos von meinem Liebling. Ich habe mich so sehr dafür gefreut, über ihre Briefe und auch über die Fotos und über den ganz lieben Herz-Schlüsselanhänger mit einem ganz, ganz lieben Foto von ihr.
Am Strand lag ich heute auch wieder und ließ mich sonnen. Einen Sonnenbrand holte ich mir aber zum Glück nicht.
Sonst ist heute eigentlich nichts passiert. Ein paar Ansichtskarten schrieb ich auch wieder.

Wetter: wie immer

nach oben

11. Tag: (Fr., 19. Juni 1998)

Heute konnte ich wieder so einigermaßen gut schlafen, so dass ich diesmal das Frühstück nicht versäumte!
Heute probierte ich mal den Strand Mylopotas. Dieser ist zwar nicht so schön wie der in Manganari, aber um einiges besser als der direkt vorm Hotel. Ich fuhr übrigens alleine und mit dem Bus dorthin, man fährt dabei etwa 10 Minuten, wobei aber ziemlich viele Haltestellen dazwischen lagen. Ich fuhr etwa um halb 12 Uhr und so gegen 5 Uhr Nachmittags ging ich dann, diesmal aber zu Fuß nach Hause. Der Strand gefiel mir da ganz gut, nur das Meer war etwas zu kalt und so gegen 4 Uhr kam dann ein unangenehmer, etwas stärkerer (als sonst) Wind auf.
Zum Essen gingen wir wieder zum "Susana", wo wir etwa bis Mitternacht blieben. Bis auf Josi war hier unsere ganze Klasse vertreten. Diesmal erwischte ich aber ein besonders stark gewürztes "Susana spezial", welches ich daher auch nur zur Hälfte aß, und den Rest Phil überließ, der dieses scharfe Essen schon gewohnt ist!

Wetter: warm und sehr, sehr windig

nach oben

12. Tag: (Sa., 20. Juni 1998)

Die heutige Nacht war ganz okay, aber nach dem Frühstück und dem schon fast täglichen Telefongespräch mit meinem Liebling, lag ich noch bis etwa 3 Uhr Nachmittags im Bett, aber so richtig schlafen konnte ich nicht mehr.
Nachdem ich die restlichen 4 Ansichtskarten geschrieben hatte (insgesamt schrieb ich so ca. 17 Ansichtskarten und etwa 10 Briefe, die meisten natürlich an meinen Schatz!) ging ich ins Zentrum hinauf um noch etwas für meine liebe Maus zu kaufen, aber das, was ich eigentlich suchte, ein schwarzes Nachthemd mit einem roten Herz, Rose, oder etwas anderem passenden fand ich natürlich nicht, also blieb es bloß bei einem relativ einfachen "Leiberl": Es hatte zwar auch ein Herz aufgedruckt, aber nicht so wie ich es mir vorgestellt hatte! Für mich selbst kaufte ich auch noch zwei T-Shirts, eines wo die ganzen Inseln von Griechenland abgedruckt sind, so ’ne Art Landkarte also, und eines mit Meer und Palmen und so. Zuhaus (in Österreich stellte sich aber leider heraus, dass sie mir zu klein waren, deshalb schenkte ich sie dann auch meine jüngeren Geschwistern.
Im Hotel las ich dann einige Seiten am Balkon, und so gegen halb 8 Uhr abends gingen wir wieder essen, wie immer zum Susana, unserem Lieblingsrestaurant, hier auf Ios.

Wetter: wie immer (ziemlich warm und etwas windig)

nach oben

13. Tag: (So., 21. Juni 1998)

Zur heutigen Nacht gibt es nicht viel zu sagen, außer das Phil ziemlich viel getrunken haben muss, da er am Klo zweimal einschlief. Das erste Mal weckte ich ihn, aber nach einer Weile schlief er erneut ein, wachte später aber von selbst wieder auf und legte sich dann endgültig in sein (Klapp)Bett.
Nach dem Frühstück und dem üblichen Telefongespräch mit meinem Schatz legte ich mich dann wieder hin. Eigentlich wollte ich ja heute das letzte Mal den Strand und das Meer genießen, aber dazu hatte ich keine Lust, und es war auch sehr, sehr windig. So gegen halb 4 Uhr nachmittags starteten wir dann zu viert (Ferchi, Lasi, Nenning und ich) eine Runde DKT. Obwohl es zu Beginn nicht so danach aussah konnte ich das Spiel für mich entscheiden. Mit der Zeit ersetzten dann noch Frisch und Mayr Lasi und Dattl (Nenning) die anscheinend keine Lust mehr hatten.
Nach dem Kofferpacken bzw. nach dem "Gewand-in-die-Tasche-stopfen" ging’s noch ein letztes Mal zu unserem Stammrestaurant, was natürlich mit einer "Verabschiedungsrunde" endete.

Wetter: sehr, sehr windig und warm

nach oben

Abreise: (Mo., 22. Juni 1998)

Diese war überaus chaotisch: zuerst fuhren wir so gegen 1 Uhr nachts (!) mit dem Bus zum Hafen. Ohne den Bus wären wir zwar schneller dort gewesen, da der Hafen ja nicht weit weg vom Hotel war, und wir bei einem anderen Hotel ziemlich lange auf die anderen (Maturanten, von einer anderen Schule) warten mussten. Aber zum Glück sorgte Ferchi, der eine "Vollknalle" hatte, für Unterhaltung.
Als dann endlich die letzten in den Bus einstiegen konnten wir nun endgültig zum Hafen fahren, wo wir erneut, sicher über eine Stunde, auf die Fähre warteten. Die Fahrt mit der Fähre war ganz okay. Ich versuchte etwas zu schlafen, was mir auch ein wenig gelang, aber angenehm war’s nicht! Wir schifften so etwa 3 Stunden, also bis etwa 6 Uhr morgens durch die Gegend.
Am Hafen von Santorin warteten wir dann erneut auf den Bus, der uns dann schlussendlich zum Flughafen brachte, wo wir dann die restliche Zeit bis zum Abflug (um 11 Uhr) totschlugen. Beim "einchecken" bildete sich, ebenso bei der Passkontrolle, eine extrem lange Menschenschlange. Es dauerte also ziemlich lange bis wir an der Reihe waren.
Zum letzten Mal rief ich dann auch noch meinen Liebling hier in Griechenland an, insgesamt vertelefonierte ich 13 Telefonwertkarten. Auch wenn sich manche darüber lustig machten, dass ich sie (fast) jeden Tag anrief, aber für mich ist es eben wichtig, dass ich zumindest ihre Stimme höre, wenn sie schon so weit von mir entfernt ist, und wir uns daher nicht sehen können!
Endlich waren wir dann im Flugzeug und es konnte endlich nach Hause gehen. Der Flug war wieder echt toll, es ist ein besonderes Gefühl zu fliegen, ganz besonders der Start, wenn das Flugzeug beschleunigt und wenn es dann abhebt, oder wenn man vom Fenster aus die Wolken, das Meer, die Inseln oder das Festland sieht. Das sieht alles echt faszinierend aus. Wir flogen übrigens wieder mit einer Maschine der Austrian Airlines, und das Essen hier war auch wieder echt gut, und der Service hier war auch prima.
Wir flogen nicht direkt nach Linz, sondern machten eine Zwischenlandung in Salzburg, wo ca. die Hälfte der zum größten Teil aus Maturanten bestehenden Passagiere das Flugzeug verließen, bzw. neue einstiegen, die dann anschließend (über den Umweg nach Linz) ebenfalls nach Santorin flogen.
Nach dem üblichen Szenarium in Hörsching (Flughafen in Linz; Passkontrolle und aufs Gepäck warten), wartete ich dann noch etwa eine ¾ Stunde auf meinen Dad, der mich abholte. Es wäre mir ja viel lieber gewesen, wenn mich mein Schatz abgeholt hätte, aber das ging ja leider nicht, da sie ja in Gmunden arbeiten musste.
Zuhause schlief ich mich dann, nachdem ich meine Post gelesen hatte, so richtig aus.
Endlich wieder in meinem eigenen Bett!!

nach oben

Abschließende Worte:

Zusammenfassend kann ich sagen, dass diese zwei Woche wieder sehr schön und zum Teil auch abwechslungsreich war, und ich froh bin, dass meine Eltern mir diese relativ teure Reise erlaubt und sie finanziell unterstützt haben.
Ich lernte zwei völlig neue Dinge kennen: erstens das fliegen, und zweitens wie es ist, wenn man zwei Wochen von seinem Liebling getrennt ist. Manche sind vielleicht froh darüber, aber mir hat sie sehr gefehlt. Ich hab’ sie jedenfalls schrecklich vermiest!!
Außerdem möchte ich noch die überaus nette Bedienung im Hotel erwähnen. Vielleicht fehlt ihr ja das "Stefan telephone", mit dem sie mich immer holte, wenn mein Liebling im Hotel anrief um mit mir zu quatschen! Das Wetter war auch ganz okay, vielleicht ein bisschen zu windig.
Eine Ferienbekanntschaft machte ich nicht, ich hatte es ja auch nicht darauf abgesehen, wozu auch, wir würden uns ja danach sowieso nie wieder sehen!

Tja, das war sie also, die Maturareise in Griechenland, mir hat’s hier im Großen und Ganzen ziemlich gut gefallen, und kann es daher nur jedem weiter empfehlen!

nach oben

zurück zu Reiseberichte, Homepage

Autor: Buchgeher Stefan
Erstellt: 28. September 2003
Letzte Änderung: 30. März 2004