Elektronik-Projekt: Lötdampfabsaugegerät


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Lötdampfabsaugegerät

3. Schaltungsbeschreibung:

Funktionsprinzip:
Der Lüfter wird über eine Pulsweitenmodulation (PWM) gesteuert. Da das Ausgangssignal der Pulsweitenmodulation den Lüfter nicht direkt antreiben kann ist zwischen Lüfter und Pulsweitenmodulation noch eine Endstufe notwendig.

Bei einem pulsweitenmodulierten Signal ändert sich der mittlere Gleichspannungswert durch Variation des Puls-Pausen-Verhältnisses. Steigt die Pulsbreite gegenüber der Pausenlänge an, so steigt auch der mittlere Gleichspannungswert. Umgekehrt hat eine Vergrößerung der Pausenzeit einen kleineren mittleren Gleichspannungswert zur Folge. Entsprechend der Spannungsänderung, die beim hier verwendeten 12V-Lüfter im Bereich von 4V bis 16V liegen darf, ändert sich die Drehzahl des Lüfters.

Schaltung:
Das folgende Bild zeigt die nicht allzu umfangreiche Schaltung.

Schaltung des Lötdampfabsaugegeräts

Die Pulsweitenmodulation kann auf verschiedene Arten erzeugt werden. Hier, beim Lötdampfabsaugegerät wird die Pulsweitenmodulation mit einem astabilen Multivibrator und einem monostabilen Multivibrator erzeugt. Der astabile Multivibrator ist mit einem Timer IC1a und den zeitbestimmenden Bauteilen R1, R2 und C1 aufgebaut. Mit den hier dimensionierten Werten für R1, R2 und C1 ergibt sich eine Rechteckfrequenz von etwa 20kHz. Mit diesem Rechteck wird also der monostabile Multivibrator (auch Monoflop genannt) ca. alle 50µs (1 / 20kHz) getriggert. Der Monoflop besteht auch hier aus einem Timer (IC1b) und den zeitbestimmenden Bauteilen R3, R4 und C3. Die Impulsbreite wird durch das Potentiometer R4 beeinflusst, und somit auch das Puls-Breiten-Verhältnis am Ausgang des Timer (Pin 9 von IC1b).

Mit diesem pulsweitenmodulierten Signal wird dann eine Transistor-Endstufe angesteuert. Während der Low-Phasen fließt über den Transistor T1 über den Basis-Widerstand R5 ein Basisstrom. Dadurch fließt auch ein Kollektorstrom, welcher den Elko C5 lädt. Je nach Dauer des Stromflusses ändert sich dadurch die Spannung am Lüfter.

Als Spannungsversorgung dient ein stabilisiertes 12-Volt-Steckernetzteil. Der Elko C6 puffert die Eingangsspannung, während der Kondensatoren C7 als Stützkondensator für IC1 dient.

Die Leuchtdiode D1 mit ihrem Vorwiderstand R7 dient nur zur Anzeige, ob das Lötdampfabsaugegerät eingeschaltet und Funktionsbereit ist.

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Autor: Buchgeher Stefan
Erstellt: 3. Dezember 2003
Letzte Änderung: 10. Oktober 2004