Bundesheer (Tagebuch)
(Mo., 28. September 1998 bis Do., 27. Mai 1999)


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Fünfter Monat
(Mo., 1. Februar 1999 bis Fr., 26. Februar 1999)

91. Tag 95. Tag 99. Tag NL 99 Tage NL 93 Tage
92. Tag 96. Tag 100. Tag NL 98 Tage NL 92 Tage
93. Tag 97. Tag 101. Tag NL 97 Tage NL 91 Tage
94. Tag 98. Tag 102. Tag NL 94 Tage NL 90 Tage

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91. Tag: (Mo., 1. Februar 1999)

In den letzten Monaten merkte man nicht sehr viel vom Winter. Aber heute war es wieder einmal extrem kalt. 11C zeigte das Thermometer heute in der Früh. Und das "schlimme" dabei war, dass wir heute in der Früh wieder ziemlich lange draußen herum standen und auf die Flaggenparade (die ja jeden Montagmorgen stattfindet) warteten. Dabei fror es mir die Ohren ab! So schlimm wie heute war es noch nie. Das ist ein total ungutes Gefühl, unbeschreiblich, und kaum auszuhalten. Ich war froh, als der ganze Blödsinn wieder vorbei war, und wir in den Leersaal kamen. Seit neuestem ist es bei der Flaggenparade auch üblich, dass die österreichische Nationalflagge mit Trompetengewirbel gehisst wird. Wieder so eine ganz, ganz wichtige Idee von irgend so einem hohen Vieh. Aber bitte, mir soll es recht sein. Im Prinzip stört es mich ja nicht.

Bis auf die Tatsache, dass es heute saukalt war, war der Tag ganz okay. Wir saßen heute wieder einmal den ganzen Tag im Leersaal. Bei solchen Temperaturen ist es eh das Beste! Wer will denn schon bei solchen Temperaturen (-11C) im Freien herumhirschen, oder noch schlimmer, herumstehen und sich alles abfrieren lassen? Da haben wir (vom FM-Zug) es noch gut erwischt. Wenn ich mir da die Neuen so ansehen, die haben die verschiedenen Anschlagarten mit dem Gewehr geübt. Da vergeht mir eh schon alles.
Heute haben wir wieder einmal ein neues Gerät kennen gelernt. Dieses ist auch das Hauptthema dieser Woche. Das steilste dabei war, dass wir einen Haufen Buchstabenkombinationen in das Gerät eingeben mussten, wo wir ziemlich lange dabei saßen. Danach, am Ende des Tages mussten wir das ganze wieder löschen. Gemacht haben wir damit überhaupt nichts. Das Eingeben der Buchstaben hatte wieder einmal nur den Sinn, dass die Zeit vergeht!

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92. Tag: (Di., 2. Februar 1999)

Der Winter ist zurückgekehrt. Heute in der Früh lag eine ziemlich hohe Schneeschicht. Und auch jetzt, um 18:52 Uhr liegt noch ziemlich viel davon herum. So kalt wie gestern war es heute nicht mehr. Heute waren es "nur" mehr 5C.

Zum heutigen Dienst gibt es auch nichts Besonderes zu sagen. Ein ganz normaler Tag eben. Wieder den ganzen Tag im Leersaal. Passiert ist da auch nichts Aufregendes. Die meiste Zeit sind wir herumgesessen und haben uns mit dem Gerät, mit welchem wir diese Woche zu tun haben, gespielt.

So wie jeden Dienstag, so gab es auch heute wieder ein Kaltverpflegung zum Abendessen. Deshalb besuchte ich heute wieder einmal die Pizzeria "Venecia" (in der Stadt) und ging dort gemütlich und ohne Stress speisen. Als Grundwehrdiener bekommt man bei dieser Pizzeria auch einen Preisnachlass.

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93. Tag: (Mi., 3. Februar 1999)

Verschlüsseln von Nachrichten war das Thema des heutigen Vormittages. Nicht nur, dass die ganze Angelegenheit langweilig ist, ich find es total überflüssig, diesen Aufwand zu betreiben. Wozu das alles? Es reicht doch wirklich, wenn man die Nachrichten tarnt. Außerdem gibt es ja eh auch Geräte zum Verschlüsseln! Aber bitte, ich hab da ja eh nichts zu sagen! Das System des händischen verschlüsseln ist ganz einfach. Das einzige was man dazu braucht ist eine Tabelle. Die Tabelle ist natürlich geheim! Als Übung haben wir zwei vorgegebene Texte verschlüsselt, was ganz schön viel Zeit in Anspruch nahm. Auf der einen Seite ganz gut, da somit die Zeit verging. Den Zweiten verschlüsselten Text musste dann ein anderer wieder entschlüsseln. Damit man sah, welche Fehler wir beim Verschlüsseln machten. Fehler passieren da ziemlich schnell. Man braucht sich ja nur bloß um eine Zeile, oder Spalte, vertun!
Am Nachmittag haben wir dann wieder dasselbe wie gestern gemacht. Aber die meiste Zeit sind wir nur herumgesessen und haben darauf gewartet, dass der Tag seinem Ende entgegen geht.

Heute haben wir auch die "fehlenden" Eintragungen im Wehrdienstbuch erhalten. Die ganzen Geräte auf denen wir im Zuge der FM-Ausbildung ausgebildet wurden und die Waffen, mit denen wir bisher "herumgeballert" haben, wurden in dieses Büchlein eingetragen.

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94. Tag: (Do., 4. Februar 1999)

Mit einem lächerlichen, "watscheneinfachen" Test begann der heutige, lange Tag. Kein Wunder, dass ihn jeder ohne Probleme geschafft hat. Dieser Test hat sich den ganzen Vormittag dahin gezogen. Es konnten jeweils nur sechs geprüft werden. Die anderen bekamen der weilen einen Text zum Verschlüsseln.
Am Nachmittag und am Abend hatten wir dann wieder eine Funkübung, die diesmal aber bis etwa 22:30 Uhr(!) dauerte. Warum wir so lange Dienst hatten ist mir selber ein Rätsel. Den Funken kann man am Tag genauso. Nachts ist es nicht anders. Es ist durch die Dunkelheit nicht schwieriger, nur etwas unangenehmer. Wozu wir das Üben müssen weiß ich echt nicht. Vielleicht geht es ja auch gar nicht ums üben, sondern darum, dass die Ausbildner genügen Überstunden zusammen bekommen. Jedenfalls hatten wir heute wieder einmal eine Nachtübung. Im Prinzip ist es mir ja egal. Das ganze Bundesheer ist mir schon total egal. Mir tut es nicht weh, wenn ich mal länger Dienst habe. Ich fahre ja nach Dienstschluss eh nie nach Hause. Ob ich jetzt einmal länger Dienst habe, oder sinnlos im Zimmer herum sitze ist auch schon egal. Außerdem kommt es ja eh nicht so oft vor, dass ich länger Dienst habe. Zur Übung selbst gibt es auch nichts zu sagen. Es ist ja eh immer dasselbe.

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95. Tag: (Fr., 5. Februar 1999)

Heute hatten wir wieder einmal einen Tag, der total umsonst war. Am Vormittag, gleich nach der Standeskontrolle fuhren wir zum Zweiten Mal, seitdem ich hier in Melk bin, ins Hallenbad nach Oberndorf. So wie letztes Mal wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Diesmal spielte die eine Gruppe Fußball (in der Sporthalle nebenan) während die anderen sinn- und lustlos im Schwimmbecken durch die Gegend schwammen. Nach einer dreiviertel Stunde wurde dann gewechselt.
Am Nachmittag faselte dann wieder der Militärdekan eine Stunde über gar nichts. Er ist genau so wie einer unserer Ausbildner. Er redet und redet, aber keiner weiß worum es jetzt genau geht. Hauptsache ist, dass die Zeit vergeht.
Das schärfste am heutigen Tag war, dass wir zuerst den Leersaal reinigen mussten, nur damit, dass ihn dann die anderen wieder beschmutzen können. Nachdem wir nämlich mit dem Reinigen fertig waren wurde der Unterricht darin abgehalten. Danach sah er wieder genau so aus wie vorher. Das war wieder einmal typisch Bundesheer. Reinigen. Ob es sinnvoll ist oder nicht, dass ist hier ziemlich egal. Hauptsache ist, dass wir beschäftigt sind!

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96. Tag: (Mo., 8. Februar 1999)

Zum heutigen Tag gibt es nicht viel zu sagen. Es war ein ganz gewöhnlicher Tag ohne irgendwelche besonderen Vorkommnisse. Ein Tag wie (fast) jeder andere auch. Am Vormittag saßen wir im Leersaal und ver- und entschlüsselt Texte. Am Nachmittag haben wir dann zwei Funkgeräte über ein spezielles Kabel direkt miteinander verbunden. Diese Methode verwendet man vor allem, wenn man eine größere Distanz mit Funk überbrücken muss oder möchte, oder wenn ein Hindernis (Berge oder dergleichen) zwischen der Funkstrecke liegt.

Draußen schneit es gerade wie wild. Normalerweise finde ich es ja total schön und romantisch wenn es schneit. Wenn die Bäume, Sträucher und Dächer mit dicken Schneeschichten bedeckt sind. Aber wenn ich da an morgen denke, da vergeht mir alles. Einen Orientierungsmarsch bei Kälte und Schneegestöber ist nicht besonders angenehm. Mal sehen wie es dann morgen mit dem Wetter aussieht.

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97. Tag: (Di., 9. Februar 1999)

Orientierungsmarsch, der Dritte. (Die ersten beiden hatten wir ja schon in Kirchdorf, wahrend der ABA.) Das Besondere an diesem Orientierungsmarsch war, dass wir nur mit der Bussole unterwegs waren. Die Bussole ist im Prinzip ein Kompass, nur mit dem Unterschied, dass ein Kompass eine Gradeinteilung hat, während eine Bussole eine so genannte Stricheinteilung hat, wobei 360 Grad (beim Kompass) 6400 Striche (bei der Bussole) entsprechen. Eine Karte hatten wir auch nicht mit. Wir mussten uns also nur anhand der Bussole orientieren. Insgesamt hatten wir zehn Punkte auf einer Distanz von etwa zwanzig Kilometer aufzusuchen. Bei jedem Zwischenpunkt war dann wieder ein "Zwicker" mit einem Symbol (so wie beim zweiten O-Marsch in Kirchdorf) und eine neue Marschzahl (so nennt man die Stricheinteilung auf der Bussole) zum nächsten Punkt, und dazu auch das entsprechende Symbol. Die Symbole waren natürlich so wie sie in der Karte eingezeichnet sind (zum Beispiel Brücke, Wegkreuz, Bildstock, usw.) Insgesamt waren wir zwei Trupps zu je 3 Mann und zwei Trupps zu vier Mann. Zum Marsch selbst gibt es nicht viel zu berichten. Zumindest nicht über den Trupp, wo ich dabei war. Wir haben uns nie verlaufen, jeden Punkt ziemlich schnell gefunden. Zwischendurch einige Pausen eingelegt, denn anstrengend war es auch etwas. Wir hatten zwar keine steilen Berganstiege, aber hügelig war es schon etwas. Jedes Mal, als wir glaubten, dies sei der letzte Anstieg, kamen immer noch welche nach! Na ja, fairerweise muss ich auch dazu sagen, dass wir es nicht schwer hatten. Wir waren der vierte Trupp, und hatten daher welche, die schon denselben Weg vor uns gingen. Das mag vielleicht egal sein aber nicht, wenn noch ausreichend viel Neuschnee liegt, so dass man die Spuren unserer Vorgänger gut erkennen konnte. Wir brauchten also nur den Spuren im Schnee nachgehen, was ja nicht besonders schwer ist! Über Funk sollten wir dann eine Meldung machen, sobald wir einen Punkt erreicht hatten, was allerdings nicht so recht klappte. Das Versagen des Funks war aber nicht unser Fehler. Bei den ersten paar bzw. bei den letzten Punkten funktionierte die Funkverbindung einwandfrei, aber bei den anderen wurde dann die Entfernung zur Leitfunkstelle zu groß.
Das Ziel haben wir dann so kurz nach halb zwei Uhr als Zweite erreicht. Danach wurden wir nach Hause, in die Kaserne gebracht und hatten praktisch Dienstschluss. Das war dann so gegen 14 Uhr.
Die steilste Aktion lieferte aber ein anderer Trupp. Sie haben sich etwas vertan und den Punkt daher nicht gefunden. Nach stundenlanger Suche ist es ihnen dann anscheinend zu "bunt" geworden. Sie haben sich einfach in ein Gasthaus gehockt und sich dort wahrscheinlich bei einem heißen Tee aufgewärmt. So ca. eine Stunde sind sie dort gewesen. Als sie dann wieder gehen wollten, stand unser Zugskommandant vor ihrer Nase und fragte, wo sie denn solange blieben. So war ungefähr die Kurzversion von dem was sie getan hatten. Natürlich bleibt diese Aktion nicht ohne Folgen. Als erstes wurden sie gleich für die Wochenenddienste als Charge vom Tag bzw. Bereitschaftskommandant eingeteilt. Was mir nur recht sein kann, denn am Freitag gehe ich ja mit meinem Schatz auf den Maturaball meiner Ex-Schule, und da wäre es sehr ungut, wenn ich noch am selben Wochenende einen Dienst hätte! Dies hätte nämlich sehr leicht passieren können. Dieses Wochenende war ja noch nicht vergeben, und ich habe erst einen Dienst gehabt. Man hätte mich also leicht für dieses Wochenende einteilen können. Aber zum Glück hat sich jetzt doch noch jemand dafür "freiwillig" gemeldet. Als zweites müssen sie morgen in der Früh zum befohlenen Rapport. Mal sehen wie viele Tage AV (Ausgangsverbot) sie für diese Aktion ausfassen. Auf der einen Seite hat es ja eh den richtigen erwischt, und zwar den Kommandanten dieses Trupps. Er ist ein "Arschloch", der sich von jeder Putzarbeit drückt. Er glaubt er ist der Größte und der Beste und er kann allen anderen etwas befehlen, den großen Boss spielen. Auf der anderen Seite traf es auch welche, die eh ganz okay sind, mit denen man auch reden kann, ohne dass man gleich blöd angemeldet wird!

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98. Tag: (Mi., 10. Februar 1999)

Drei Tage Ausgangsverbot haben sie für die gestrige Aktion bekommen. Sie können damit zufrieden sein, denn drei Tage Ausgangsverbot tun nicht weh. Außer sie würden sie übers Wochenende absitzen müssen, aber dann wären sie schön blöd! Sieben Tage haben sie jetzt Zeit gegen dieses Urteil Berufung einzulegen, bzw. Sich dafür zu entschließen dieses Urteil anzunehmen. Sollten sie sich zum Beispiel am Montag dazu entschließen das Urteil anzunehmen, so müssen sie abends nach Dienst in der Kaserne bleiben, und die haben dadurch im Prinzip nichts "verloren". Entschließen sie sich aber (blöderweise!) am Donnerstag, oder am Freitag, dann müssten sie auch das Wochenende in der Kaserne bleiben. Wie gesagt, sieben Tage haben sie Zeit zum Überlegen.

Ich weiß nicht, was sie sich dabei gedacht haben, aber heute haben wir wieder einige Ausrüstungsgegenstände bekommen. Ich frage mich wo das alles im Spind Platz haben soll? Und ob wir das alles auch wirklich benötigen. Speziell der Splitterschutzhelm und die Splitterschutzjacke sind doch für uns Fernmelder total überflüssig. Bei den Pionieren sehe ich es ja noch ein, dass sie diese Utensilien vielleicht einmal benötigen. Aber warum wir? Eine neue Jacke, eine so genannte Goratex-Jacke bekamen wir auch noch. Auch so eine überflüssige Aktion!

Zum heutigen Dienst gibt es nichts Besonderes zu sagen. Wir hatten heute den ganzen Tag, bis etwa 15:30 Uhr, eine Funkübung. Dabei ist nichts besonders passiert.

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99. Tag: (Do., 11. Februar 1999)

Anscheinend sind unsere Ausbildner heute mit dem falschen Fuß aufgestanden, oder sie hatten heute einfach einen schlechten Tag. Heute passte ihnen wieder überhaupt nichts. An allem hatten sie etwas auszusetzen. Das steilste war, als einer meinte, dass der Verschluss bei meinem Innenhelm nicht auf der linken Seite war. Wir hatten heute wieder einmal Exerzierdienst, nach langer, langer Zeit. Sind wir denn noch in der ABA. Möchte wissen, was sie sich dabei gedacht haben, als sie das auf den Dienstplan schrieben! Denen fällt anscheinend nichts Besseres mehr ein, was wir machen sollen! Zum Exerzieren gibt es nichts Besonderes zu sagen, nur dass sie da eben ziemlich kleinlich sind. Speziell was die Schuhpflege bzw. allgemein das äußere Erscheinungsbild betrifft. Auf meiner Jacke fehlt außerdem ein Knopf. Er ist letzten Sonntag beim Waschen heruntergegangen. Selbst darüber musste der Ausbildner meckern.
Nach dem Exerzierdienst sahen wir uns mehrere Filme an. Bundesheer-Leerfilme natürlich. Der erste handelte über die verschiedenen Panzer, die es beim österreichischen Bundesheer gibt, und der zweite über die verschiedenen Flugzeuge und Hubschrauber. Nachdem alle Flugzeuge bzw. alle Hubschrauber vorgestellt wurden, gab es einen Test darüber, der folgender Massen ablief: Für ca. 2 bis 3 Sekunden zeigte das Video ein Fluggerät und dann hatten wir Zeit das Kreuz beim richtigen Namen des Flugzeuges zu machen und zusätzlich noch ein besonderes Merkmal des soeben gezeigten Fluggerätes dazuzuschreiben. Das klingt vielleicht einfach. Aber es fiel trotzdem jeder durch. Keiner schaffte das geforderte Limit. Wir sind also alle wahre Flugzeug-Genies, zumindest, was die Österreichischen betrifft! Danach hatten wir noch drei Teste. Zwei über den Funkverkehr und einen über den Feldkabelbau bzw. über Fernmelde allgemein. Diese Tests waren kein allzu großes Problem.
Mit einer Zimmer-, Spind- und Waffenvisite endete dann der heutige Tag. Die Visite fiel dabei nicht besonders gut aus. Es kamen auch noch einige volle Bierflaschen zum Vorschein, die anscheinend schon jeder vergessen hatte. Das besondere daran ist, dass seit einigen Tagen der Alkoholgenuss auf den Zimmern strikt verboten wurde. Es, bis vor einigen Tagen also noch erlaubt war. Aus dieser Zeit stammen auch diese Bierflaschen. Sie wurden in den leeren, unbenützten Spind gestellt und dort anscheinend vergessen.

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100. Tag: (Fr., 12. Februar 1999)

Das besondere am heutigen Tag war, dass wir nur bis Mittag Dienst hatten. Nicht alle, nur die, die beim Orientierungs-marsch, letzten Dienstag zweite und dritte wurden. Die Gewinner hatten den gesamten Freitag dienstfrei, und die, die ins Gasthaus gingen hatten heute ganz normal bis 16:15 Uhr Dienst.
Der Freitag ist normalerweise der Tag, wo die Geräte, die in dieser Woche benötigt wurden gereinigt und auf Vollzähligkeit überprüft werden. Und so war es auch heute. Der Leersaal und die Kanzleien gehören da auch dazu. Es war heute also ein reiner Putztag, und ohne besondere Vorkommnisse. Die Ausbildner waren heute auch wieder ganz okay.

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101. Tag: (Mo., 15. Februar 1999)

Schule oder Bundesheer? Bin ich jetzt wieder in der Schule, oder doch noch beim Bundesheer. Heute war ich mir da nicht mehr so sicher. Nicht nur, dass ich wieder den ganzen Tag im Leersaal saß. Nein, das größte war, dass wir u. a. einen Rechentest(!) hatten. Ja, wirklich einen Test über die Grundrechnungsarten addieren, subtrahieren, multiplizieren und dividieren. Händisch rechnen, das versteht sich wohl von selbst. Als ich diesen Test bekam, kam ich mir direkt verarscht vor! Ich frage mich was diese Aktion zu bedeuten hatte. Ist den Ausbildnern wirklich so fad?!? Oder wozu sollte das gut sein? Das ist ja schlimmer als in der Schule, da durfte man wenigstens mit einem Taschenrechner arbeiten. Nach dem (lächerlichen) Rechentest sollte sich dann jeder von uns zwei Fragen aus den Bereichen Allgemeinwissen (Geographie, Geschichte, Politik, ...) überlegen. Die Ausbildner wissen echt nicht mehr was sie mit uns machen sollen. Sie beschäftigen uns eben mit irgendwelchem Zeug. Beschäftigungs-Therapie ist das richtige Wort dafür. Am Vormittag mussten wir uns wieder militärischen Nachrichten ausdenken und diese dann verschlüsseln. Ein anderer bekam dann den verschlüsselten Text und musste ihn dann entschlüsseln. Es sollte dann wieder der ursprüngliche Text herauskommen. Beim zweiten Text mussten wir dann beim Verschlüsseln absichtlich einen Fehler einbauen. Und der andere sollte trotzdem in der Lage sein, erstens, diesen Fehler zu finden, und zweitens, den verschlüsselten Text so entschlüsseln, dass der Originaltext wieder entsteht.

Seit heute hängt neuerdings ein Messband an meinem Spind, wo jeden Tag in der Früh ein Zentimeter weggeschnitten wird. Er zeigt also an, wie viele Tage ich noch dem Staat dienen muss. Man sagt ja bekanntlich auch "Neue Lage ... Tage" oder abgekürzt NL 101 Tage dazu. 101 Tage ist nämlich die aktuelle Lage!

Das Monatsentgelt in der lächerlichen Höhe von 3141 ATS (ca. 240 Euro) haben wir heute auch wieder bekommen.

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102. Tag: (Di., 16. Februar 1999)

Kartenkunde war das heutige langweilige Thema, welches wir außerdem schon zum x-ten Mal hörten. Was soll ich dazu noch großartiges schreiben. Langweilig und uninteressant. Das hatten wir ja alles schon mehr als einmal gehört. Etwas Neues war auch nicht dabei.
Am Nachmittag ließen sie uns dann drei verschiedene Skizzen von einer Karte abzeichnen. Solche Skizzen zu zeichen find ich sowieso absolut unnötig. Wozu gibt es den Kopierer. Und fast alle können auch vergrößern. Also wozu soll es dann gut sein einen Kartenausschnitt so halbwegs genau und maßstabsgetreu abzuzeichnen. Das ist wieder einmal eine Aktion, die nur den Sinn hat, dass wir armen Rekruten eine Beschäftigung haben. Eine Beschäftigungstherapie also.

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NL 99 Tage: (Mi., 17. Februar 1999, 103. Tag)

Eine ganztägige Funkübung war heute wieder einmal angesagt. Zum Mittagessen fuhren wir wieder in die Kaserne zurück. Ich war diesmal, erstmals bei einer Funkübung nicht innerhalb der Kaserne, sondern draußen im freien Gelände. Ca. 10 bis 15 km von der Kaserne entfernt. Zur Funkübung selbst gibt es nicht viel zu sagen. Es hat sich außer einem kurzen Gewitter nichts Besonderes getan. Während dem Gewitter haben wir den Funkbetrieb, wie es sich gehört eingestellt, und ich habe derweilen in meinem Buch gelesen. Das Buch "Die Akte" von John Grisham, habe ich mir sicherheitshalber mitgenommen. Nachdem dann das Gewitter wieder vorbei war, haben wir den Funkverkehr wieder aufgenommen und weiter "gefunkt", so, als ob überhaupt nichts gewesen wäre.

Da es bei der letzten Zimmervisite, letzten Donnerstag, ziemlich aussah, hatten wir heute eine "Nachschulung" im Zimmerreinigen. Also reinigten wir nach dem eigentlichen Dienst das Zimmer. Um 16:50 Uhr kam dann der Ausbildner, dem wir diese "Nachschulung" verdankten und schaute sich das Zimmer genauer an. Aber leider, zu seinem Pech konnte er heute nichts finden, was ihm nicht passte. Diesmal war das Zimmer absolut sauber. Offensichtlich zufrieden verließ er das Zimmer und entließ uns vom Dienst.

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NL 98 Tage: (Do., 18. Februar 1999, 104. Tag)

Schwimmausbildung im Hallenbad Oberndorf war heute am Vormittag an der Reihe. Das Besondere daran war, dass wir einige Tauchübungen machten. Ringe, einen Hartgummiziegelstein und eine Puppe (ohne Arme und Beine, mit dem Zum Gesicht passenden Namen "Quassimodo") mussten wir aus dem Becken tauchen. Angeblich waren es Vorübungen zum Retter- und/oder Helferschein. Zum Tauchen gibt es nichts Besonderes zu sagen. Es waren ziemlich einfache Übungen. Es ist nichts Aufregendes dabei passiert. Ertrunken ist dabei auch niemand. Während ich den ganzen Vormittag im Hallenbad war, gab es als zweite Möglichkeit (als Alternative zum Schwimmen sozusagen) die Möglichkeit, in der dazugehörigen Halle Fußball zu spielen. Dabei hat sich ein kleiner Zwischenfall ereignet. Zwei sind da irgendwie zusammengekracht. Einer wurde verletzt, und trägt jetzt einen Liegegips. Der Andere kam ungeschoren davon.

Am Nachmittag hatten wir dann einen Stationsbetrieb mit den Stationen Kabelverbindungen (im Leersaal), Aufbau einer Feldvermittlung und Kabelbau (Übergang Hoch- zu Tiefbau und umgekehrt, Abbünde, usw.)

Mit einer Zimmervisite wollte einer der Ausbildner anscheinend überprüfen, ob wir in der Mittagspause unser Zimmer aufgeräumt hatten, was jedoch nicht der Fall war, da zum Zimmerdienst zwei eingeteilt sind, die so gut wie nie etwas reinigen, die sich darauf verlassen, dass es die anderen erledigen. Jedenfalls sagte mir der Ausbildner, dass er nachher, nach dem Stationsbetrieb das Zimmer und einige Spinde überprüfen möchte. Etwas später, beim Wechsel der Stationen sagte ich es einen der beiden, die Zimmerdienst hatten, dass eine Zimmervisite bevorsteht. Während der Übung ging dann ein anderer zum Ausbildner und fragte ihn, ob er auf das WC dürfe. In Wirklichkeit räumte er aber das Zimmer auf. Das Zimmer war also wieder in Ordnung, und der Ausbildner konnte in Ruhe das Zimmer begutachten.

Unser Kompaniekommandant sprach im anderen Leersaal auch wieder zu uns. Zuerst erkundigte er sich, ob es irgendwelche Sorgen, Probleme, Schwierigkeiten und Wünsche unsererseits gab. Danach hielt er einen Vortrag über Auslandseinsätze, VBK (=Vorbereitende Kaderübungen) und zum Thema Zeitsoldat. Keines von den dreien kommt für mich in Frage. Ich bin weder heiß auf einen Einsatz in Zypern, Bosnien, oder sonst irgendwo, und auf eine militärische Laufbahn schon gar nicht. Ich bin froh, wenn ich den ganzen Mist hier hinter mir habe, und ich vom Bundesheer nichts mehr ab- oder nachleisten muss.

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NL 97 Tage: (Fr., 19. Februar 1999, 105. Tag)

Bei der heutigen Schwimmausbildung mussten wir einige Längen schwimmen, was überhaupt kein Problem war. Danach spielten wir das "Ring-darf-nicht-den-Beckenboden-berühren"-Spiel. Und zwar funktioniert das Spiel folgendermaßen: Zwei Mannschaften sind durch ein Seil getrennt. Jede Mannschaft versucht nun den Ring, so zur gegnerischen Mannschaft zu werfen, dass sie ihn nicht fangen können, und der Ring durch das Wasser auf den Boden sickert. Nun muss das Team durch Tauchen versuchen den Ring zu erwischen, bevor er den Boden erreicht. Erreicht er nämlich den Boden, so ist es ein Punkt für die gegnerische Mannschaft. Dieses Spiel spielten wir so ca. eine viertel Stunde lang. Den Rest der Schwimmausbildung hatten wir dann zur freien Verfügung und konnten machen was wir wollten.

Für den Abschlusstest hatten sich die Ausbildner etwas ganz besonderes ausgedacht. Wir machten denn Test (25 Fragen über den Feldkabelbau) in zwei Gruppen. Wir konnten uns also zu zweit beraten und ihn dann beantworten. Mal sehen, ob es etwas gebracht hat. Und hoffentlich war es auch wirklich der letzte Test. Am Montag kommen ja dann die Neuen. Sollen sie dann diese mit ihren lächerlichen Tests belästigen. Den Leersaal, die Kanzleien und das FM-Gerät haben wir heute hoffentlich auch zum letzten Mal gereinigt, denn jetzt sind ja die Neuen da, sollen die doch das gesamte Gerümpel reinigen.

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NL 94 Tage: (Mo., 22. Februar 1999, 106. Tag)

Kabelbau ist diese Woche wieder einmal das Hauptthema. Heute hatten wir "nur" einen Stationsbetrieb. Noch nichts Ernstes. Es ist auch nichts Besonderes dabei passiert. Die meiste Zeit hatte ich die Funktion des "Auslegers". Das ist jener mit der (schweren) Kabeltrommel am Rücken, der durch die Gegend koffert und das Kabel auslegt, welches dann die anderen ordnungsgemäß, entweder am Boden, oder auf die Äste diverser Bäume hängen. Diese Funktion ist zwar nicht so angenehm, da die Kabeltrommel zumindest am Anfang, wenn sie voll ist, doch ziemlich schwer ist, aber diese Funktion ist immer noch viel besser als die des "Drahtgablers". Er muss nämlich das Feldkabel auf die richtige Höhe bringen, und sie dort befestigen. Diese Arbeit geht ziemlich in die Arme. Am Vormittag, nach dem Frühstück hat es noch leicht geregnet, aber das verging dann auch ziemlich schnell. Im Großen und Ganzen war der heutige Kabelbau ganz okay. Am Abend, als wir wieder in die Kaserne zurückfahren wollten, blieb der BH-Wagen, mit dem ganzen Gerät hängen und er musste deshalb vom zweiten Wagen abgeschleppt werden. Aber sonst ist nichts Aufregendes geschehen.

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NL 93 Tage: (Di., 23. Februar 1999, 107. Tag)

Eine Dreitagesübung steht wieder am Programm. Heute, am ersten Tag, nachdem der Sport aufgrund des neuerlichen Schneefalls, abgesagt wurde, luden wir am Vormittag sämtliche Kisten und alles was wir an Geräten für diese Übung benötigen in den LKW. Am Nachmittag fuhren wir dann in die Ortschaft, wo die Übung stattfand, und ich baute mit drei anderen Kameraden die Feldvermittlung auf, während zwei andere Trupps mit dem Leitungsbau zu anderen Ortschaften beschäftigt waren. Das ungemütliche am heutigen Tag war nur das Wetter. Es schneite heftig und der Wind wehte auch ziemlich. Aber sonst war der Bau der Vermittlung ganz angenehm. So anstrengend wie das Kabelverlegen ist diese Arbeit die ich hatte nicht. Sonst ist heute nichts Besonderes passiert. Dienstschluss hatten wir ganz normal um 16:15 Uhr.

Ein Ausbildner (einer anderen Kompanie) hat sich wieder einmal aufgeregt, weil sich in den Mistkübeln etwas Müll befand, weil der Bio-Eimer voll war und weil in unserem Zimmer geraucht wird.

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NL 92 Tage: (Mi., 24. Februar 1999, 108. Tag)

Zwoter Tag der Übung: (Beim Bundesheer heißt es ja nicht zwei, sondern zwo. Der Grund liegt darin, dass zwei so ähnlich wie drei klingt. Damit man die beiden nicht so leicht verwechseln kann, sagt man hier eben anstelle von zwei zwo!) Am Vormittag bauten wir noch die Vermittlung fertig auf. Wofür wir extra 4 Feldkabeln vom Gebäude ins Freie, zum Abspannbock verlegen mussten, nur weil uns ein Ausbildner kein zweites Mehrfachkabel direkt von der Vermittlung zu einem weiteren Blitzschutzkasten verlegen ließ. Von diesem hatten wir dann nur ein relativ kurzes Kabel zum jeweiligen Telefon verlegen müssen. Aber das durften wir ja nicht! Also mussten wir ein extra langes Kabel vom Telefon zum Abspannbock verlegen. Und das gleiche viermal. Wir haben ja eh den ganzen Vormittag Zeit, haben sie gemeint!
Am Nachmittag hatten wir dann Vermittlungsdienst. Was soviel bedeutet, dass wir nichts zu tun hatten, außer jener, der gerade als Wache draußen vor der Türe stand und aufpassen musste, dass keine unbefugten Personen den Raum betraten, wo die Vermittlung steht. Alle halbe Stunde wurde die Wache abgelöst. Das mit der Wache ist wieder typisch Militär. Total umsonst. Wer betritt den schon freiwillig einen Raum, welches vom Bundesheer genützt wird? Wen interessiert es schon, mit welch altem Gerät das österreichische Bundesheer ausgerüstet ist. Davor haben sie ja alle die größte Angst. Dass jemand kommt, sich alles genau ansieht und es dann weitererzählt. Wenn also "geheime" Informationen, Bundesheer-Infos an den "Feind" weitergegeben werden. Infos, die eh alle total unwichtig sind. Und deshalb ist eben eine Wache unerlässlich!
Um 16:15 Uhr hatten wir auch heute wieder Dienstschluss.

Die meisten aus meinem Zimmer sind heute nach Hause gefahren. Wir sind nur mehr zu fünft hier. Deshalb ist es heute auch ziemlich ruhig hier. Geraucht wird auch so gut wie nicht. Ein einziger ist dabei, der raucht. Die, die glauben sie sind besonders wichtig, die Arschlöcher vom Zimmer also, sind auch nach Hause gefahren. Das ist auch besser so!

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NL 91 Tage: (Do., 25. Februar 1999, 109. Tag)

Bis etwa 18 Uhr hatten wir einen überaus gemütlichen Tag. Am Vormittag verrichteten wir noch die letzten Arbeiten. Danach waren wir nur mehr mit dem Vermitteln von Gesprächen und dem Wacheschieben beschäftigt. Zu vermittelnde Gespräche gab es nicht viele. Wir hatten im Prinzip ja auch nur eine Leitung zu einer anderen Vermittlung, bzw. zu anderen Endstellen. Die restlichen drei Leitungen dienten mehr oder weniger nur als Übung zum Verlegen einer Leitung. Diese Endstellen wurden auch nicht belegt. Es war also niemand dort, mit dem man eine Verbindung herstellen konnte. Hin und wieder sprachen einige von unserem Trupp mit denen von den anderen Endstellen. Alle 30 Minuten mussten wir deshalb auch eine Leitungsprobe durchführen. Es könnte ja passieren, dass auf einmal ein Defekt bei der Leitung entsteht. Oder dass die Ausbildner die Leitung unterbrechen. Dies ist natürlich nicht bösartig von ihnen gemeint, sondern dient nur dazu, dass ein Entstörtrupp losgeschickt wird um ihn zu beheben. Das dient auch nur zur Übung. Den Fehler findet man auch ziemlich schnell. Meist ist es eine Stelle wo zwei Kabel miteinander verbunden wurden. Eine Wache mussten wir, wie gesagt, auch vor dem Gebäude wo sich die Vermittlung befand stellen. Diese wurde so ca. alle 30 Minuten abgelöst. Als Wache steht man einfach nur draußen und hat im Prinzip nicht viel zu tun. Wenn ein Vorgesetzter vorbei kam meldete man sich mit: "Melde mich als Wache des Hauptgefechtsstandes, ohne besondere Vorkommnisse." Und hebt dabei die linke Hand zur Brust.
Aber dann, so gegen 18 Uhr kam dann unser Zugskommandant und sah sich alles an. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt gerade die Wache. Und machte, so glaube ich zumindest, alles richtig. Ich meldete mich so wie es sich gehört. Ich hörte dann wie er dann zu meckern anfing. Über alles Mögliche regte er sich auf. Auch über Kleinigkeiten. So ca. eine dreiviertel Stunde. Dann kam die Wachablöse. Ich ging in die Unterkunft. Drinnen meckerte er dann auch mich an. Ich weiß nicht mehr über was. Es war jedenfalls "nur" eine Kleinigkeit, die nicht in Ordnung war. Dann fing er auch noch über das Thema Feldkabelbau zu prüfen an. Die verschiedenen Bauhöhen, Festpunkte, Leitungsmarken, und all diese Dinge. Einige wussten ein paar Dinge nicht, und dass ärgerte ihn dann auch ziemlich, was ja auch verständlich ist. Ach ja, das Kabelverlegen ging ihm auch viel zu langsam.
Zwischen 19 und 20 Uhr begannen wir dann mit dem Abbau. Das ganze bei Dunkelheit. Mit Leuchten, versteht sich. Das stärkste dabei war, dass wir dabei auch noch eine Wache stellen mussten. Also mussten wir das ganze zu dritt abbauen. Und da meinten sie noch, dass es zu langsam geht! Um 23 Uhr kamen wir dann endlich in die Kaserne, wo wir dann auch gleich ins Bett gehen durften.

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NL 90 Tage: (Fr., 26. Februar 1999, 110. Tag)

Die gesamte Ausrüstung, die wir für die "Drei-Tages-Übung" benötigten mussten wir heute am Vormittag reinigen und auf Vollzähligkeit überprüfen. Dafür benötigten wir eh den gesamten Vormittag. Am Nachmittag hatten wir dann Sport (Fußball), während sich eine andere Kompanie mit den so genannten "täglichen 12" abquälte.

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Autor: Buchgeher Stefan
Erstellt: 27. September 2003
Letzte Änderung: 25. Oktober 2004